Das Bild einer Frau, die sich mit schwungvoller Bewegung ein Paar transparenter Kniestrümpfe anzieht, kann auf einer Plakatwand beinahe als Werbung gelesen werden. Auf dem zweiten Blick wird jedoch ein irritierendes Detail ersichtlich: Bei den Strümpfen handelt es sich um eine Beinhaarperücke aus Schamhaaren. Scham ist, wie der Name schon sagt, nur eines der Gefühle das Menschen unserer Gesellschaft mit ihrer Körperbehaarung in Verbindung bringen können. Die Irritation deutet auf die gewohnte Leseweise weiblicher und männlicher Körperbilder hin, die stark von Printmedien und digitalen Medien geprägt sind. Für den Zeitraum von zwei Wochen wurden Passanten einer Linzer Unterführung im Vorbeigehen zur Reflexion ihrer eigenen Wahrnehmung angeregt.

16-Bogen Plakat, 336×228 cm

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