Eine spezielle Nische der Psychologie, die sogenannte Wohnpsychologie, beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Wohnumwelt. Sie untersucht die Wirkung von Raum, Gebäude und Umfeld auf den Menschen selbst, auf sein Erleben, Verhalten und seine Entwicklung sowie auf seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Laut Erkenntnissen aus der Forschung  beeinflusst unsere Wohnumwelt nicht nur unsere aktuellen Befindlichkeiten, sondern unser gesamtes neuronales und kognitives System und damit unsere Gefühle, Gedanken und Einstellungen, unser Verhalten insgesamt. 

Wir gestalten demnach die Räume in denen wir leben genauso wie diese uns formen. Dem Bedürfnis der Aneignung vorgefertigter Architekturen wird mittels Farben, Tapeten, Möbel, Textilien, Dekorationsgegenständen oder Duftkerzen nachgegeben. Die Fotoserie ‘Hey, welcome to my room‘ zeigt Wohnungen die bereits von allen privaten Gegenständen der Menschen die sie einst ihr Zuhause nannten befreit wurden. Dennoch sind sie erfüllt von einzigartigen Atmosphären und können trotz der Abwesenheit von Personen als Portraitaufnahmen gelesen werden.